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Das Berufsbild des Compliance Officers bewegen sich in einem dy­namischen Markt. Die Anzahl an Gesetzen, Regeln und die Kontrolle der Aufsichtsinstanzen in Bezug auf deren Einhaltung hat in den vergan­genen Jahren stark zugenommen. Diese technischen und rechtlichen Umwälzungen verlangen neue Skills und Technologien. Daher entwickelt sich der Zugriff auf Wirtschafts- und Unternehmensdaten für Unterneh­men zu einem relevanten Wettbe­werbs- und auch Kostenfaktor.

Noch bis vor wenigen Jahren wurde der Arbeitsbereich Compliance von vielen Unternehmen häufig nur als zusätzlicher Kostenposten wahrge­nommen. Mittlerweile werden in vielen Unternehmen und Institutio­nen große Summen für die Abteilung Risk & Compliance budgetiert. Die Risiken aus Geschäftsbeziehungen und Handel sind angestiegen und be­ziehen sich nicht mehr nur auf einen möglichen Reputationsverlust. Das geänderte Geldwäschegesetz (GwG) hat beispielsweise die Compliance- Verpflichtungen der Unternehmen erweitert. Dies betrifft insbesondere die Dokumentationsverpflichtungen, ein erheblicher Mehraufwand für Un­ternehmen und Compliance-Officer. Hinzu kommt, dass das GwG und die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Teilbereichen noch in Widerspruch zueinander stehen, was die Einhaltung aus Sicht der Compliance natürlich er­schwert.

Im Zeitalter der digitalen Transforma­tion nutzen Unternehmen zunehmend Datenintelligenz, um Kundenaufträge effizient und effektiv abzuwickeln, die notwendige Überprüfung von Firmen vorzunehmen und somit die Sicher­heit von Geschäftsverbindungen zu gewährleisten. Viele Unternehmen verlieren jedoch aufgrund von schlech­ter Datenqualität sowie kleinteiligen und langsamen Prozessen bei der Er­hebung internationaler Wirtschafts-und Unternehmensdaten zu viel Zeit und Geld. Das liegt daran, das diese Organisationen ihr Compliance Ma­nagement-System noch nicht vollstän­dig im Unternehmen implementiert haben – was die Gefahr unentdeckter Compliance-Risiken erhöht. Zudem ist die Systemlandschaft, in der die Kun­dendaten gespeichert werden, in vielen Organisationen noch nicht optimiert und dadurch wenig zuverlässig. Viele Compliance-Aktivitäten müssen mit hohen personellen Ressourcen noch manuell durchgeführt werden und sind daher sehr kostenintensiv.

Neue Technologien wie die Künstli­che Intelligenz und das sogenannte Maschinelle Lernen versprechen hier einen entscheidenden Fortschritt. Die Ergebnisse aus den Algorithmen sind aber nur so gut wie die Daten, mit de­nen sie gefüttert werden. Aber gerade die Verfügbarkeit von validen Daten ist ein großes Hindernis auf dem Weg zu optimierten Compliance-Prozessen. Je größer eine Organisation ist, umso mehr Software-Tools werden bei der Customer Due Diligence, der Über­prüfung von Kundenbeziehungen, herangezogen. Oftmals ist die Anzahl dieser Tools im Laufe der Jahre so an­gewachsen, weil nicht jedes Tool über die richtigen Funktionalitäten für alle Anforderungen verfügte. Die enorme Vielfalt an Systemen innerhalb einer Organisation verursacht inzwischen erhebliche Probleme. Eine effiziente Compliance-Arbeit ist fast nicht mög­lich, wenn die Systeme nicht miteinan­der kommunizieren. Deshalb arbeiten beispielsweise vielen Banken und Fi­nanzdienstleister daran, ihre Systeme zu verschlanken und alle Daten-Prozesse zu einem kompakten System zusam­menzufügen, das einen fundierten Cus­tomer-Due-Dilligence-Prozess und ein KYC-Check (Know Your Customer) ermöglicht.

Wie aktuell das Thema Daten für die Compliance ist, zeigt die Umfrage „Future of Compliance 2018“ von De­loitte und der Quadriga Hochschule Berlin unter 356 Compliance-Verant­wortlichen von Unternehmen. Darin wurde das Thema Data Analytics an vorderster Stelle der Technologien ge­nannt, deren Auswirkungen auf die Compliance-Tätigkeit am höchsten eingeschätzt werden. Aber auch The­men wie das Internet der Dinge, Künst­liche Intelligenz, Robotic oder Smart Contracts bewerten 87 Prozent der Umfrage-Teilnehmer als relevant für die Zukunft ihrer Compliance-Tätigkeit.

Dabei müssen Lösungen kein Zu­kunftsthema sein. Viele Daten-Anwen­dungen für die Compliance arbeiten bereits heute effektiv und effizient mit den Mitteln der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernen. System wie das von Company.info setzen mit ihrem Sharing-Modell konsequent auf eine kostengünstige Verfügbarkeit von Daten aus validen Quellen wie dem Handelsregister und dem Bundesan­zeiger. Zudem verknüpfen sie unzählige Wirtschafts- und Unternehmensdaten mit Hilfe intelligenter Technologie und bilden damit unter anderem komplexe Unternehmens- und Beteiligungsstruk­turen anschaulich ab (siehe Grafik: Shareholder-View). Der Compliance steht damit eine bisher nicht gekannte Transparenz und Informationsdichte zur Verfügung. Auf diese kann in ei­ner vollständig global vernetzen Wirt­schaft heute kein Unternehmen mehr verzichten, dass in Zeiten zunehmender regulatorischer Anforderungen und aufkommender Embargo-Maßnahmen rechtsicher und zugleich effizient han­deln muss.