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Handelsregister API: Firmendaten audit-ready für KYC/GwG

Öffentlichkeit: 5 Februar 2026
Lesezeit: 10 minuten

Handelsregister API: Firmendaten audit-ready für KYC/GwG

KYC/KYB und GwG-Pflichten scheitern im Alltag selten an „fehlenden Regeln“, sondern an Datenbrüchen: unterschiedliche Quellen, manuelle Recherche, uneinheitliche Ablage – und damit fehlende Evidenz (Quelle/Datum/Ergebnis).

Gerade bei Onboarding, Mandatsannahme, periodischen Prüfungen und Prüfungs-/Audit-Anfragen ist die entscheidende Frage nicht: „Wo finde ich die Information?“

Sondern: „Wie dokumentieren wir sie so, dass sie prüfungsfest ist – und in Minuten exportiert werden kann?“

Dieser Artikel zeigt Ihnen praxisnah:

  • welche Registerquelle Sie wofür nutzen,

  • wie Sie Registerdaten prozessfähig machen,

  • und wie Sie daraus audit-ready Evidenz (inkl. Trigger-Logik) aufbauen.

Kurz erklärt: Gibt es eine „offizielle“ Handelsregister-API?

Viele Teams suchen nach „der einen offiziellen API“. Entscheidend ist aber, ob Registerinformationen konsistent abrufbar, zeitlich einordenbar und als Nachweis exportierbar sind.

Merksatz: Nicht „API“ ist das Ziel, sondern Evidenz + Aktualität + Exportierbarkeit.

Wenn Sie heute noch PDFs und Screenshots manuell ablegen, lohnt sich der nächste Schritt: eine Registerdaten-API, die Quelle + Datum + Ergebnis standardisiert liefert – wie die Company.info API.

Welche Firmendaten kommen aus dem Handelsregister – und warum ist das für KYC/GwG so wichtig?

Für Kanzleien, Banken und Versicherer ist das Handelsregister in der Praxis häufig die Primärquelle für:

  • Existenz & Basisdaten (Firma, Rechtsform, Sitz, HRB/HRA)

  • Status & Eintragungen (z. B. Änderungen)

  • Vertretungsberechtigung (Geschäftsführung/Vorstand, Prokura, Vertretungsregelung)

Damit beantworten Sie schnell und nachweisbar:

  • Ist das Unternehmen eingetragen und aktiv?

  • Wer ist vertretungsberechtigt (Unterschrift/Vertretung)?

  • Gab es relevante Änderungen (z. B. Organe, Sitz)?

Wichtig für Compliance: Handelsregisterdaten sind essenziell – aber nicht automatisch UBO-Daten. Die UBO-Ermittlung (Ownership/Control) folgt einer eigenen Nachweislogik (Transparenzregister + Plausibilisierung/Unterlagen).

Handelsregister vs. Unternehmensregister vs. Bundesanzeiger – was ist wofür?

In der Praxis geht es weniger um „wo ist alles drin?“, sondern um: Welche Quelle liefert den passenden Nachweis für den konkreten Compliance-Schritt?

  • Handelsregister: Eintragungen, Vertretung, Status, rechtliche Basisdaten

  • Unternehmensregister: Veröffentlichungen, Dokumente, Bekanntmachungen (je nach Fall)

  • Bundesanzeiger: u. a. Jahresabschlüsse/Veröffentlichungen (falls relevant)

  • Insolvenzbekanntmachungen: Insolvenz-/Verfahrenshinweise (starker Risiko-Trigger)

  • Transparenzregister: UBO-Informationen (zugriffs-/rollenabhängig)

Tabelle A: Welche Quelle für welchen Zweck (KYC/GwG)?

Merksatz: Handelsregister = Kern für Existenz/Vertretung. UBO = eigener Nachweisstrang. Entscheidend ist standardisierte Evidenz.

Tabelle B: Datenverfügbarkeit & Zugriff (öffentlich vs. nur auf Anfrage)

Kurzfazit: Für KYC/GwG sind Handelsregister + Insolvenzbekanntmachungen die schnellen Kernquellen. Alles andere ist oft ergänzend und operativ aufwendiger → klare Regeln sparen Zeit.

Was Compliance-Teams wirklich brauchen: Evidenz statt nur Daten

Viele Prozesse werden ineffizient, weil Ergebnisse nicht standardisiert dokumentiert sind.
„Wir haben es geprüft“ reicht in Prüfungen nicht.

Audit-ready Evidenz = 3 Pflichtfelder

  1. Quelle (Register/Dokument)

  2. Datum (Prüf-/Abrufzeitpunkt)

  3. Ergebnis (Feststellung + ggf. Entscheidung/Next Step)

Empfohlen zusätzlich: Verantwortliche Rolle + Ablagepfad (wo liegt der Nachweis).

Worauf Sie bei einer Handelsregister-/Firmendaten
-Schnittstelle achten sollten

Wenn Daten nicht nur „abgerufen“, sondern für Compliance verwendet werden sollen,
sind diese Kriterien entscheidend:

  1. Aktualität & Change-Erkennung
  • Wie schnell sind Änderungen sichtbar?
  • Gibt es Hinweise/Mechanismen für Updates?
  1. Datenqualität & Normalisierung
  • Einheitliche Schreibweisen, IDs, Dublettenlogik
  • Konsistente Felder für Prozesse/Exporte
  1. Nachweisfähigkeit (Evidenz)
  • Kannst du die Quelle sauber belegen (Dokument/Link/Export)?
  • Lässt sich der Stand „zum Prüfzeitpunkt“ sichern?
  1. Export & Audit Trail
  • PDF/JSON/CSV?
  • Logs/History: wer hat wann geprüft?
  1. Integration in Workflows
  • Passt es zu Portal-Use (Ops) und API-Use (Tech)?
  • Kannst du es in DMS/Case-Management überführen?

Umsetzung: 5-Schritte-Flow,
der im Alltag funktioniert

Wenn du Registerdaten in KYC/GwG wirklich nutzen willst, brauchst du einen wiederholbaren Ablauf:

Trigger → Check → Evidenz sichern → Entscheidung dokumentieren
→ Monitoring-Regel setzen

Beispiel:

  • Trigger: „Geschäftsführerwechsel“
  • Check: Handelsregister (aktueller Stand)
  • Evidenz sichern: Abruf/Export + Datum
  • Entscheidung: z.B. „Re-Approval nötig / EDD / Nachforderung“
  • Monitoring: Regel setzen (z.B. Ownership-Änderungen als nächster Trigger)

So wird aus „Recherche“ ein standardisierter Kontrollpunkt.

Manuell vs. standardisiert (X vs ✓)

PDFs in E-Mails, Copy/Paste in Notizen, unklarer Stand, Nachweise verstreut

zentrale Evidenzfelder (Quelle/Datum/Ergebnis), klare Trigger, exportierbares Protokoll

Company.info bündelt Registerdaten und integriert sie revisionssicher in KYC/GwG-Prozesse.

Fazit

  • Registerdaten sind nur dann wirklich hilfreich, wenn sie prozessfähig sind.
  • Für Compliance zählt nicht nur „was stimmt“, sondern was nachweisbar ist.
  • Der größte Effizienzhebel ist eine klare Logik: Quelle → Evidenz → Entscheidung → Trigger-Refresh.

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